Rasten und schauen an den Liegstätten im Timmeltal

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Beschreibung

Im vorderen Timmeltal wurden vom Nationalpark vier historisch nachempfundene Liegstätten errichtet. Das sind Holzaufbauten unterschiedlicher Gestalt, die Sitz- und Liegeflächen anbieten, wie sie früher den Bergbauern als Ruhestätte gedient haben. Alle vier Nachbauten wurden vom Nationalpark jeweils unter ein eigenes Ruhemotto gestellt, man möge dort verweilen und z. B. bewusst dem Summen der Insekten oder dem Rauschen des Baches zuhören.

In einer kleinen, gemütlichen Rundwanderung können wir von der Bodenalm aus diese Liegstätten erforschen und können uns viel Zeit dazu lassen. Bei dieser Gelegenheit können wir schon einmal in das blumenreiche Timmeltal hineinschauen, das uns bei vielen anderen Touren noch ernsthafter beschäftigen wird.

Die erste Liegstatt befindet sich auf dem Stierbichl, einer kleinen Anhöhe vor der Bodenalm. Neben der Informationstafel am Fahrweg führt ein schmaler Trampler ein paar Meter nach oben zu der Liegstatt.

Der Weg führt nun auf der anderen Seite des Hügels leicht fallend weiter und vereinigt sich nach wenigen Minuten mit dem Normalweg ins Timmeltal hinein. In gut 20 Minuten erreicht man – kurzzeitig etwas heftig ansteigend – den markanten Felsbuckel der Oderplatte an der Bergflanke des Kendele mit dem Kreuz der Wallhorner Schafhalter. Etwas unterhalb des Felsens befindet sich die zweite Liegstatt.

Weiter geht es ins Timmeltal hinein bis zur vor die Ochnserhütte der Wallhornalm. Hier queren wir den Bach und finden direkt neben der Brücke die dritte, recht einfach gehaltene, direkt am Timmelbach aufgebaute Liegestatt.

Der Weg zur vierten und letzten Station führt wieder aus dem Timmeltal hinaus. Rechts neben dem Bach steigen wir talauswärts leicht fallend ab, überqueren erneut den Bach knapp oberhalb der Stelle, wo er in einen Wasserfall mündet und erreichen nach ein paar Bergaufschritten ein weiteres Kruzifix. Zur etwas versteckten Liegstatt müssen wir dort noch ein paar Schritte talauswärts bis zu einer kleinen Kuppe wandern.

Über das «Mäuerle» steigen wir nun etwas steil und auf meist rutschigem Untergrund auf den Wiesachweg ab. Unten wenden wir uns nach links und erreichen nach ein paar schnaufigen Metern Aufstieg den Fahrweg knapp unterhalb der Bodenalm.

Toureninfo

  • Kleine Wanderung, die viel Zeit zum Schauen und Aus­ruhen bietet. Gehzeit (ab Bodenalm) ca 2h. Vom Parkplatz zur Bodenalm gemütlich in ¾h, Abstieg ½h.
  • Absolut unkritisch, keinerlei Gefahrenpunkte.
  • Bei trockenem Wetter problemlos. Bei Nässe auf dem steilen «Mäuerle» etwas aufpassen.

Tourenerweiterung

  • Aus dem kurzen Spaziergang kann man eine Tagestour zur Eisseehütte machen: Wie ge­schildert ins Timmeltal, an der Brücke aber weiter geradeaus Richtung Eisseehütte. Der Aufstieg ist gegen Ende etwas steil und erfolgt auf teilweise sehr ausgetretenem Steig. Für eine einfache Ta­ges­tour auf dem gleichen Weg zurück bis zur Brücke und weiter Richtung «Mäuerle» wie in der Grundvariante be­schrieben. (Bodenalm – Eisseehütte 2½h)
  • Herzhafter: die Timmeltal Höhentour